Hochzeit richtig feiern

Irgendwann trifft es die Meisten von uns - wir schwören uns ewige Treue und Zusammenhalt und heiraten!!! Eine Hochzeit bringt viel Arbeit mit sich. Schließlich möchte man diesen Tag möglichst perfekt gestalten.

Daher sollte man früh genug damit anfangen und vorallem sollte man rechtzeitig etwas Geld beiseite legen, sonst muss man womöglich auf das ein oder andere Schöne verzichten oder sogar die Gästeliste kürzen, da leider nicht alle dabei sein können. Die Einladung müssen ausgesucht oder vielleicht sogar selbst gebastelt werden. Man kann hier schon gleich auf den Wunsch hinweisen, gerne etwas Geld für das Sparschwein geschenkt zu bekommen. Es gibt auch heute noch Geschenke Listen oder Hochzeitstische im Geschäft von denen sich die Gäste ein Geschenk aussuchen können. Solche Angebote sollten von den Gästen auch angenommen werden, denn es nützt keinem etwas ein Geschenk zu überreichen, dass das Paar vielleicht schon hat oder keinen Gefallen daran findet.

Je nach dem wie groß und in welchem Umfang bzw. Ambiete die Trauung statt finden soll, sollte man genügend Zeit bis zum Hochzeitstermin einplanen. Eine gute Band ist manchmal schon für ein Jahr im Voraus ausgebucht. Auch das Traumkleid kann nach Bestellung noch einige Monate auf sich warten lassen. Die Trauzeugen müssen festgelegt werden. Traditionell hat der/die Trauzeuge/in die Aufgabe, dem Paar als neutrale Person beizustehen, in Krisenzeiten zu schlichten und das Eheversprechen des Brautpaares mit seiner/ ihrer Unterschrift zu bezeugen. Das Brautpaar muss sich einigen, welche Art von Hochzeit sie feiern möchten. Viele Fragen sind zu klären: Soll nur standesamtlich oder auch kirchlich geheiratet werden? Soll es ein weißes Kleid werden? Gibt es einen Polterabend? Möchte man einen DJ oder doch eine Live-Band? Soll es ein schön geschmückter Saal werden, das Vereinsheim, ein Festzelt oder findet die Feier sogar im Ausland statt? Wieviele Gäste sollen dabei sein? Wie sollen die Einladungen aussehen? Was soll es zum Essen geben? Nimmt die Frau den Namen des Mannes an oder umgekehrt? Die klassische Hochzeit beinhaltet den Junggessellen/ Innen Abschied, den Polterabend, die standesamtliche Trauung, die kirchliche Trauung und die anschließende Feier.

Der Junggessellen/Innen Abschied

Heutzutage ist es üblich vor der Hochzeit nochmal richtig auf den Putz zu hauen. Die Braut geht mit ihren Freundinnen los, der Bräutigam mit seinen Kumpels. Das zukünftige Ehepaar weiß nicht was an diesem Tag mit ihnen geschehen wird. Manch einer darf oder will nicht einmal den Termin wissen, (der Abend vor der Hochzeit eignet sich kaum dafür, früher war das mal Tradition. Jedoch kann kein Make-Up der Welt dem Brautpaar die Müdigkeit oder den kleinen Kater aus dem Gesicht zaubern.) und wird im Supermarkt überfallen und es geht mit der Limosine, dem Bus oder zu Fuß los in die nächste Stadt zum Feiern, Tanzen und zum Spiele spielen. Generell sollte vorab aber geklärt werden, was die Braut/ der Bräutigam nicht möchte oder auch was ihm/ ihr in etwa gefallen würde. Es kommt nicht gut an, wenn die Braut einen Stripper mit Babyöl eincremen muss und sich dabei in Grund und Boden schämt. Trotzdem dürfen natürlich ein paar Gemeinheiten nicht fehlen. Oft werden Sachen wie Kondome, Klopfer oder Küsse, in einem Bauchladenverkauft um die Abendkasse etwas aufzubessern. Manch Truppe fliegt auch nach Mallorca oder macht eine Tour durch die Weinberge mit dem Planwagen. Es ist alles erlaubt was Spaß bringt und dem Bräutigam/ der Braut einen schönen letzten Abend als Junggesselle/in beschehrt.

Polterabend

Der Polterabend findet für gewöhnlich ein paar Tage vor der Hochzeit statt. Freunde und Bekannte kommen vorbei um altes Porzellan zu zerschlagen. Die Scherben sollen dem zukünftigen Ehepaar Glück bringen. Zum Polterabend wird nicht klassisch eingeladen. Früher war es üblich in der heimischen Zeitung eine Anzeige zu schalten und per Mund-zu-Mund-Propaganda den Polterabend mitzuteilen. Heute wird dies vermehrt über soziale Plattformen bekannt gegeben.

Ein Polterabend eignet sich gut für Paare die einen großen Freundeskreis haben und bei weitem nicht alle zur Hochzeit einladen können. Wer zu Hause nicht den nötigen Platz hat, findet meist beim nächsten Sportverein die passende Lokation, oft wird die Straße vor der Haustüre gesperrt um genügend Platz zu schaffen, um schlechtem Wetter zu trotzen kann man auch noch ein Zelt aufstellen. In der Regel wird beim Poltern nicht groß dekoriert. Ein paar Luftballons und Windlichter auf den Tischen reicht zu diesem Fest völlig aus. Neben Bier und alkoholfreien Getränken  gibt es in der Regel einfache Würstchen oder Schmalzbrote und Musik - von der Platte oder live von einer Band. Toilettenwagen und den Container darf man nicht vergessen, irgendwo müssen die Glücksscherben ja hin. Klassisch wird eine Wäscheleine mit alter Babykleidung und/ oder Spielzeug daran aufgespannt. Sie macht den Kinderwunsch der zukünftigen Brautleute deutlich und soll Glück bringen.

Standesamt

Die juristisch gültige Trauung wird auf dem Standesamt vom Standesbeamten durchgeführt. Ca. 6 Monate vor der Eheschließung begibt sich das Paar zum Vorgespräch ins Standesamt des aktuellen Wohnsitzes. Der Standesbeamte prüft ob es möglicherweise ein Verbot zur Heirat für einen der zukünftigen Eheleute gibt durch z.B. eine noch bestehende Ehe. Man benötigt einen gültigen Ausweis, eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister. Trauzeugen sind seit 1998 nicht mehr Pflicht. Es können zwei Trauzeugen gewählt werden (diese müssen Volljährig sein), die die Niederschrift der Eheschließung nach der Trauung unterschreiben. Die meisten Trauungen auf dem Standesamt dauern zwischen 20 und 30 Minuten. Je nach Standesamt kostet die Trauung zwischen 50 und 100 EURO. Das Stammbuch kostet zwischen 15 und 40 Euro. Braut und Bräutigam müssen sich einkleiden, wieso nicht ein rotes Kleid? Weiss wird ja schon in der Kirche getragen. Mit das wichtigste Utensil bleiben natürlich die Ringe. Das Brautpaar sollte sich rechtzeitig Gedanken über das Design machen, nicht immer ist gleich das Passende gefunden.

Eingeladen werden die engsten Familienmitglieder, Freunde und Bekannte sind dann bei der kirchlichen Trauung dabei. Manch einer kommt auch einfach vorbei und gratuliert dem frisch vermählten Brautpaar gleich vorm Standesamt. Das Grundgerüst des Ablaufs der standesamtlichen Trauung beinhaltet die Begrüßung und eine Rede des Beamten, es wird abgefragt, ob der gemeinsame Familienname noch der vorher ausgewählte ist. Nun erhebt sich das Brautpaar und der formelle Teil folgt. Die Brautleute werden einzeln gefragt, ob sie die Ehe miteinander eingehen wollen. Nachdem beide mit Ja geantwortet haben sind sie Kraft Gesetz rechtmäßig verbundene Eheleute. Die Ringe werden getauscht und das Ehepaar unterschreibt - ggf. auch die Trauzeugen - die Eheschließung. Das Ganze kann noch mit einer Geschichte oder einem Beitrag abgerundet von einem der Anwesenden abgerundet werden. Oft wird im Anschluss ein kleiner Sektempfang aufgebaut. Eventuell gibt es hier eine Überraschung von den Gästen - es werden weisse Tauben fliegen gelassen oder das Brautpaar muss ein Herz aus einem Laken schneiden und gemeinsam durchsteigen. Zum Abschluss wird meist noch in eine Wirtschaft eingekehrt.

Kirchliche Trauung

Je nach Konfessionszugehörigkeit wird katholisch oder evangelisch geheiratet. Ist einer der Eheleute katholisch und der andere evangelisch kann man eine ökumenische Trauung organisieren. Je nach dem ob man sich für eine katholische oder eine evangelische Hochzeit entscheidet, ist der Pfarrer der anderen Konfession mit anwesend und bringt sich in die Trauung mit ein. Vor der Hochzeit werden Traugespräche geführt. Nicht nur um den Ablauf zu klären, sondern auch um die Beweggründe zur Hochzeit zu besprechen. Lieder werden ausgesucht und ggf. Beiträge von den Gästen - wie die Fürbitten, eine Geschichte oder ein musikalischer Beitrag mit eingebracht. Das Kirchenheftchen macht meist der Pfarrer, man kann es aber nach Absprache auch selbst machen. Der Personlausweis ist mitzubringen, sowie die Taufbescheinigung und die Konfirmations- bzw. Firmungsurkunde. Am Tag der Trauung muss die standesamtliche Heiratsurkunde vorgelegt werden. Bei der katholischen Trauung sind zwei Trauzeugen Pflicht - in der Evangelischen ist dies nicht der Fall. Die katholische Ehe ist unauflöslich. Außerdem setzt sie den Kinderwunsch voraus und die katholische Erziehung der Kinder. Eine Hochzeitskerze kann man sich entweder schon fertig kaufen oder sich aber auch eine selbst basteln. Diese wird dann traditionell an der Osterkerze angezündet. Es ist üblich die Kirche zu schmücken, nicht nur ein Blumengesteck auf dem Altar, sondern auch hübsche Dekoration an den Bänken, die den Mittelgang für die Braut säumen. Hier können ebenfalls kleine Blumengestecke oder z.B. Herz-Luftballons angebracht werden.

Neben den Ringen ist wohl das Wichtigste das Brautkleid. Mindestens ein halbes Jahr vor Termin sollte die Braut sich auf die Suche machen. Hier gilt das Motto - zu viele Köche verderben den Brei. Die meisten Brautstudios merken nicht umsonst an, nicht mehr als 3 Kritiker mitzunehmen. Gleiches gilt natürlich für die Garderobe des Bräutigam. Wenn das Budget etwas kneift, gibt es Brautgeschäfte in denen ausschließlich gebrauchte Kleider angeboten werden. Da bei einem Brautkleid gebraucht nur einmal getragen bedeutet, ist dies eine echte Überlegung wert. Fast immer muss das Kleid von der Schneiderin noch angepasst werden bzw. ohnehin ein neues bestellt werden. Es ist nicht ungewöhnlich, dass bis zur Lieferung noch 4 Monate vergehen. Die Braut sollte ihr Gewicht im Auge behalten. Schließlich muss das Kleid in einigen Wochen auch noch passen. Meist nimmt die Braut ein paar Pfund ab durch die Aufregung und den - wenn auch schönen - Stress. Make-Up und Haare müssen vorher ausprobiert werden - am Besten aber erst 4 Wochen vor der Hochzeit. Zu langes warten auf den Tag macht unruhig und lässt eventuell wieder zweifeln ob die Auserwählt wirklich die perfekte Frisur ist. Traditionell trägt die Braut an diesem Tag folgende vier Dinge bei sich: Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues. Dieser Brauch stammt ursprünglich aus England, hat sich aber schon viele Jahre in Deutschland etabliert.

Etwas Altes steht für das bisherige Leben (z.B. der Brautschleier der Mutter). Etwas Neues steht für das beginnende Eheleben (z.B. das Brautkleid). Etwas Geliehenes steht für Freundschaft und soll dem Brautpaar Glück bringen. Die Braut erhält etwas geliehenes von einer glücklich verheirateten Freundin (z.B. ein Armkettchen). Etwas Blaues ist ein Zeichen für die Treue. (z.B. ein blaues Stumfband). Natürlich braucht die Braut auch noch einen Brautstrauß und der Bräutigam ein Blumenanstecker. Oft ist dies farblich an die Deko in der Kirche angepasst. Üblicherweise wird die Braut von ihrem Vater in die Kirche geführt und dem Bräutigam, der schon am Altar wartet, übergeben. Das Treuegelöbnis kann selbst geschrieben werden, muss aber nicht. Nach dem Tausch der Ringe und dem Segen des Pfarrers kommt meist der sehnsüchtig erwartete Spruch: Sie dürfen die Braut jetzt küssen. Fast immer gibt es Blumenkinder, die beim Auszug aus der Kirche vor dem Brautpaar laufen und Blütenblätter verstreuen. Beim Austritt aus der Kirche wird gerne mit Reis geworfen, die sollte man aber vorher abklären, da dies oft nicht gern gesehen ist. Eine Alternative können Seifenblasen sein. Spalierstehen ist auch heute noch oft gesehen. Das Brautpaar wird im Kirchhof von einer Gasse von Menschen erwartet, die Rosen in die Luft halten und somit symbolisieren, dass sie dem Brautpaar zur Seite stehen.

Nach und nach gratulieren alle Anwesenden dem frisch vermählten Brautpaar. In die Kirche darf jeder kommen, auch die Freunde oder Bekannte, die nicht an der anschließenden Feier dabei sind. Im Anschluss werden oft rote Herzluftballons mit Grüßen von den Gästen in die Luft steigen gelassen. Üblicherweise gibt es auch für jedes Auto der Gäste eine niedliche Schleife für die Antenne als Erinnerung an die Hochzeit. Meist kommt jetzt der Fotograf, mit dem das Brautpaar die Hochzeitsbilder machen wird, während die Gäste schon einmal zum Veranstaltungsort der Feier pilgern. Eine schöne Erinnerung ist es, wenn der Fotograf auch ein Bild vor der Kirche mit allen Anwesenden schießt. Das Brautpaar kommt dann per Kutsche, Limosine oder welchem Gefährt auch immer zur Feier nach. Wer die Gäste nicht so lange warten lassen möchte, kann ggf. die Bilder vorher schon machen. Dann fehlt zwar der Moment, wenn der Bräutigam die Braut das erste Mal in der Kirche sieht, aber diesen Moment hat das Paar dann nur für sich, eben außerhalb der Kirche. Eine weitere Möglichkeit ist, die Bilder nach der Hochzeit zu machen. Jedoch ist es nicht jedermanns Ding, sich noch einmal das Brautkleid und den Anzug anzuziehen. Ggf. müsste die Brautfrisur noch einmal gemacht werden und das Flair des Hochzeitstages fehlt natürlich auch.

Feier

Hat man sich für eine Räumlichkeit entschieden, kann man sich an die Deko machen. Blumengestecke und Kerzen sind meist die Grunddeko, an dem sich der Rerst orientiert. Aber Vorsicht. Die Tische sind schon reichlich mit den Gedecken belastet. Die Deko sollte also nicht zu üppig ausfallen, damit es im Gesamten stimmig bleibt. Nicht zu vernachlässigen ist die Sitzordnung. Freunde und Bekannte zusammen zu würfeln kann von Vorteil sein, da sich zwangsläufig mit dem Tischnachbarn unterhalten wird. Dies ist jedoch auch eine Typfrage, nicht jeder fühlt sich dabei wohl. Dann ist es besser die Gäste zusammen zu setzen, die sich schon kennen. So gut wie immer werden Tischkärtchen aufgestellt, eine weitere Möglichkeit ist es die Namen lediglich auf eine Tisch festzulegen, den eigentlichen Platz darf jeder selbst wählen. Gibt es eine Band oder einen DJ, braucht dieser einen guten Platz. Raum für eine Tanzfläche darf auch nicht vergessen werden. Nach dem Sektempfang am großen Tag geht es entweder mit Kuchen weiter, oder aber es geht gleich zum Abendessen über - je nach dem wann die Trauung begonnen hat. Danach folgt der Eröffnungstanz des Brautpaares, der mit einem Tanz der Schwiegereltern ergänzt wird und dann dürfen alle auf die Tanzfläche. Die meisten Paare sollten sich überlegern vorher zumindest einen. Auch wenn es viele lustige Beiträge und Spiele gibt, sollte man die Feier nicht damit überladen. Die Musiker haben Geld gekostet und die Gäste sind schnell auch mal nicht mehr so begeistert, wenn schon wieder ein Spiel den Abend unterbricht. Ein kleines Spiel welches alle Gäste einbezieht kann jedoch eine schleppende Stimmung aufheitern.

Ein witziger Gag sind Einwegkameras die auf den Tischen verteilt werden. Natürlich das das Werfen des Brautstraußes nicht fehlen. Entweder man lässt sich einen zweiten Stecken, um seinen eigenen danach aufbewahren zu können, oder aber man nimmt den einen Strauß. Die Braut ruft alle ledigen Frauen unter den Gästen zu sich und wirft aus einigen Meter Entfernung den Brautstrauß nach hinten - wer in fängt wird als nächstes unter die Haube kommen. Traditionell darf das Gästebuch nicht fehlen. Diese wird den ganzen Abend von Tisch zu Tisch gereicht und die Gäste können einen lieben Gruß darin hinterlassen. Schön ist es, wenn man jeweils eine Seite frei lässt um später von jedem Gast ein Foto daneben zu kleben. Um Mitternacht gibt es dann für gewöhnlich die Hochzeitstorte. Diese muss natürlich vorher vom Brautpaar ausgesucht und bestellt werden.

Wie es sich gehört nach einer Hochzeit, folgen im Anschluss die Flitterwochen. Geht es ins Ausland, ist es wichtig rechtzeitig einen Pass zu beantragen und den Flug entsprechend zu buchen. Ist das Paar wieder zu Hause angekommen, kann es sich an die Danksagungskarten machen. Mit schönen Bildern vom Brautpaar und ein paar netten Zeilen bekommt jeder Gast und alle die Glück für das Brautpaar gewünscht haben eine Danksagung zugeschickt.

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