Währung - Von der Tauschwährung zum Euro

Warum gibt es Währungen und woraus sind Sie entstanden? Sie finden hier eine umfassende Übersicht zum Thema Währung.

Geschichte

Geld an sich ist ein Wertaufbewahrungsmittel. Einer Münze oder einem Schein wird ein bestimmter Wert zugesprochen - für diesen Wert kann man dann Güter/Waren/Gegenstände eintauschen - erwerben. Die umgangssprachliche Bezeichnung - Kohle - stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. Übergangsweise wurde Kohle als Zahlungsmittel verwendet. Schon zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. wurden Tauschmittel als Geldfunktionen gehandelt. Kufer, Silber und Gold spielten dabei genauso eine Rolle wie Getreide oder Vieh. Zur Zeit des Sklavenhandels waren Manilla Armringe von großer Bedeutung. In Griechenland wurde Vieh als Wertmessstab gehandelt, Tauschmittel waren Eisen und Wein, reines Zahlungsmittel Gegenstände wie Bratspieße. Nach und nach setzte sich exakt abgewogenes Edelmetall als Zahlungsgegenstand durch. Im Jahre 600 v. Chr. gab es in Polis die ersten richtigen Münzen Griechenlands. Dabei war Silber das hauptsächliche Münzmetall.  Von einer richtigen Geldwirtschaft kann erst mit Anfang des 5. Jahrhunderts v. Chr. gesprochen werden. Wichtigste Währung war die Drachme.

In Rom fand sich um 500 v. Chr. eine allgemein gültige Währung ein. Wobei zu diesem Zeitpunkt Geld erst noch ausschließlich zur Festsetzung von Strafen diente. Die vermehrte Münzprägung kam durch die im Krieg erbeuteten Gold- Silber- und Bronzevorkommen. Die zahlreich existierenden Währungen im Umland konvertierten jedoch mit der Roms. Unter Karl dem Großen entwickelte sich der Silberdinar. Geld entwickelte sich nun immer mehr zum Tauschmittel - vorallem im Handels- und Marktgeschehen. Das erste Papiergeld wurde im 7. Jahrhundert in China eingeführt. Es diente vorallem in der Salzindustrie als Erleichterung. Erst mit Erfindung des Druckes im 11. Jahrhundert massenhaft produziert. Im 13. Jahrhundert wurden dann erstmals alle verschiedenen Währungen Chinas in einer staatlichen Währung vereinheitlicht. Ab dem 7. Jahrhundert prägte sich í der islamischen Welt die Geldwirtschaft aus. Bankstrukturen entwickelten sich und es wurden Kredite und Sparkonten eingeführt.

Papiergeld

Durch das Einführen von Papiergeld entstand jedoch das Problem der Inflation. Dadurch das die Regierung nun einfach Geld nachdrucken konnte, ist der festgelegt Wert einer Banknote nicht mehr aussage kräftig. Je mehr Geldscheine im Umlauf sind, desto mehr verliert der einzelne Schein an Wert. Frankreich war europaweit der Treibende Pol der Münzreformen und führte 1795 den Französischen Franc ein. Durch Napoleons Feldzüge wurde diese Währung in Europa verbreitet. Der Dollar wurde im Jahre 1792 in den Vereinigten Staaten als Einheitswährung eingeführt. Das Dezimalwährungssystem - die Hauptwährungseinheit wird in Zehnerpotenzen in Untereinheiten unterteilt - ist in den USA erstmals weltweit dauerhaft eingesetzt worden. Im 19. Jahrhundert gab es vielerorts den Goldstandard. Dies bedeutete, dass der Bürger jederzeit seine Münzen/ Banknoten bei der Bank gegen eine festgelegte Menge Gold bei der Zentralbank eintauschen konnte. Damit sollte unter anderem das Inflationsrisiko, dass durch Einführung von Papiergeld entstand, eingedämmt werden. Nach Ausbruch des ZweitenWeltkrieges nahm man jedoch zunehmend Abstand vom Goldstandard, da sich der Geldbedarf zunehmend erhöhte.

Goldwährung

Nach Gründung des Deutschen Reiches im Jahre 1871 wurde noch im gleichen Jahr die Goldwährung eingeführt, diese wurde - Mark bzw. Goldmark - genannt (eingesetzt von 1871-1923). Eine Mark wurde in 100 Pfennige unterteilt. Ab 1873 wurden ausschließlich Münzen dieser Währung geprägt. Aufgrund der Kriegswirtschaft wurden die Münzen zunehmend auch aus Silber, Bronze etc. hergestellt, nach und nach ging man zu billigeren unedlen Metallen über wie Eisen, Zink und Aluminium. Dies führte 1923 dann unaufhaltsam zur Inflation, die Mark war völlig entwertet. Sie wurde durch die Rentenmark (eingesetzt von 1923-1924) ersetzt mit einem Kurs von 1 Billionen Papiermark. Die Rentenmark war als Übergangswährung gedacht. Rententräger deckten diese Währung aus Grundstücksbeleihungen. Die Reichsmark (eingesetzt von 1924-1948 )ergänzte die Rentenmarkt 1924 zu einem Kurs von 1:1. Bis 1948 bleibt die Rentenmark jedoch parallel zur Reichsmark gültig. Neben der Reichsmark hatte sich in den Nachkriegszeiten die Zigarettenwährung etabliert, es wurde wieder getauscht statt mit Geld zu bezahlen. Bis 1929 war die Reichsmark relativ stabil. Nach der dann nahenden Weltwirtschaftskrise und der folgenden Inflation löste die Deutsche Mark die Reichsmark im Jahre 1948 ab. Auf dem internationalen Devisenmarkt war die Reichsmark schon 1943 wertlos geworden. Während der Zeitspanne der Reichsmark gab es parallel die Militärmark - von 1944 bis 1948. Die Alliierten gaben diese Währung für die von ihnen besetzen Gebiete aus. Die Militärmark gab es auch in Österreich, Italien, Frankreich, Polen, Ungarn und Tschechoslowakei in der jeweiligen Landeswährung.

Währungsreform

Die durch die Währungsreform im Jahre 1948 eingeführte Deutsche Mark (eingesetzt von 1948-2001 )wurde in Westberlin mit einem Stempelaufdruck versehen und war nicht immer stabil - auch sie verlor bis zur Ablöse des EUROs einen großen Teil ihrer Kaufkraft. Das umlaufende Silbergeld wurde in Westdeutschland ab 1975 eingestampft. Der Silberpreis war zu stark gestiegen als das man diese Münze hätte weiter prägen können. 1974 wurde die Deutsche Mark in der DDR (eingesetzt von 1948-1990) in - Mark der Deutschen Notenbank, später dann in Mark der DDR umbenannt - Die Münzen mit der Aufschrift - Deutsche Mark - wurden nach und nach ersetzt mit neuen Münzen die den Schriftzug - Mark - trugen. Mit dem Mauerfall wurde die - Mark der DDR - wieder durch die Deutsche Mark im Jahre 1990 abgelöst.

Der Euro

Derzeit gibt es 160 offizielle Währungen. Der US-Dollar ist dabei die Leitwährung - also die Währung, die als Recheneinheit zur Bestimmen des Wertes aller anderen Währungen dient und internationales Zahlungs- und Reservemittel ist. Der EURO entwickelt sich zunehmend ebenfalls zur Leitwährung.

Im Jahr 2002 wurde dann der Euro als Bargeld eingeführt. Als Buchgeld (Grundlage des bargeldlosen Zahlungsverkehrs) wurde er schon 1999 eingesetzt Diese Währung ist die offizielle Währung in 17 EU-Mitgliedstaaten, sowie 6 europäischen Staaten. Diese Länder bilden die Eurozone. 2014 wird Lettland als 18. EU-Land hinzukommen. Ziel dieser gemeinsamen Währung ist es den Handel der europäischen Mitgliedsstaaten zu erleichtern.

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